Daumensattelgelenksarthrose / Rhizarthrose

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Beschreibung der Pathologie

Ursachen, Symptome und moderne Behandlungsoptionen

Die Daumensattelgelenksarthrose – auch Rhizarthrose genannt – bezeichnet den Verschleiß des Gelenks zwischen dem ersten Mittelhandknochen (Os metacarpale I) und einem Handwurzelknochen (Os trapezium). Dieses Gelenk ermöglicht die typische Greif- und Drehbewegung des Daumens. Ist der Gelenkknorpel abgenutzt, kommt es zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Greifkraftverlust.

Typische Symptome

  • Schmerzen beim Greifen, Halten und Öffnen von Flaschen, Dosen, Gläsern

  • Druckempfindlichkeit an der Daumenbasis

  • Kraftverlust beim Pinzettengriff

  • Bewegungseinschränkung des Daumens

  • Später: Gelenkverformung („Schnabelbildung“)

 Ursachen und Risikofaktoren

  • Altersbedingter Gelenkverschleiß

  • Häufiger bei Frauen über 50 Jahren

  • Überlastung oder frühere Verletzungen

  • Genetische Veranlagung

  • Begleiterkrankungen wie rheumatoide Arthritis

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Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Ziel ist eine Schmerzreduktion, Erhalt der Beweglichkeit und Verzögerung der Progression:

  • Orthesen/Daumenschienen zur Ruhigstellung und Entlastung
  • Physiotherapie zur Verbesserung von Beweglichkeit und Koordination
  • Schmerzmittel (NSAR) oder entzündungshemmende Salben
  • Infiltrationen mit Kortison (kurzfristige Linderung bei Entzündung)
  • Hyaluronsäure-Injektionen zur Verbesserung der Gleitfähigkeit

> Erfolgsrate konservativer Maßnahmen:
ca. 50–60 % zeigen eine deutliche Besserung der Symptome im Frühstadium

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Operative Behandlungsmöglichkeiten

Bei anhaltenden Beschwerden und fortgeschrittener Arthrose kann eine Operation notwendig werden. Ziel ist dabei die Schmerzlinderung bei möglichst guter Funktionserhaltung.

  • Trapezium-Resektion mit Sehneninterposition (z. B. Epping-Plastik, Hammock Resektionsarthroplastik)
  • Entfernung des verschlissenen Os trapezium, Einbringen eines Sehnenstücks (meist aus der Flexor carpi radialis) zur Stabilisation und Platzhalterfunktion im Gelenkbereich
  • Teilprothesen oder Totalprothesen
  • Gelenkersatz durch eine kleine Prothese (z. B. Pyrocarbon, Titan)
  • Arthrodese (Gelenkversteifung)

Nur in seltenen Fällen, wenn Beweglichkeit ohnehin stark eingeschränkt ist.

> Erfolgsrate operativer Therapie:
85–90 % berichten über langfristige Schmerzlinderung
Greifkraft verbessert sich deutlich nach der Heilungsphase

Nachbehandlung

  • Ruhigstellung in einer Schiene für 2–4 Wochen
  • Anschließend funktionelle Physiotherapie
  • Volle Belastung und Rückkehr zu Alltagsaktivitäten meist nach 6–8 Wochen
  • Sport oder schwere Belastungen frühestens nach 10–12 Wochen

Risiken und Nebenwirkungen

  • Wundheilungsstörung 2–3 %
  • Infektionen 1–2 %
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) 3–5 %
  • Narben- oder Sehnenreizungen 3–6 %
  • Einschränkung der Beweglichkeit 3–7 %
  • Instabilität oder Kraftverlust <5 %
  • Prothesenlockerung (bei Implantaten) 5–10 % nach 10 Jahren

Fazit

Die Rhizarthrose ist eine häufige Ursache für chronische Daumenschmerzen und Funktionseinschränkungen. Mit gezielten konservativen Maßnahmen lässt sich der Verlauf häufig verlangsamen. Bei fortgeschrittener Arthrose bietet die moderne Handchirurgie – insbesondere die Trapezium-Resektion mit Sehneninterposition – exzellente Ergebnisse mit hoher Patientenzufriedenheit.