Metatarsalgie

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Beschreibung der Pathologie

Metatarsalgie bezeichnet Schmerzen im Bereich des Vorfußballens, meist unter den Köpfchen der Mittelfußknochen. Betroffene beschreiben häufig ein Brennen, Druckgefühl oder das Gefühl, auf einem Steinchen zu gehen. Ursachen sind unter anderem Spreizfuß, lange oder abgesunkene Mittelfußknochen, Überlastung, ungeeignetes Schuhwerk, entzündliche Erkrankungen oder begleitende Zehenfehlstellungen.

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Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Im Vordergrund stehen druckentlastende Einlagen mit Pelotte, Schuhe mit ausreichend Platz im Vorfuß, eine steifere oder abrollunterstützende Sohle, Reduktion von hohen Absätzen, Physiotherapie, Dehnung der Waden- und Achillessehne sowie Behandlung von Hornhaut oder Schwielen. Entzündungshemmende Medikamente oder Infiltrationen können zeitweise Schmerzen reduzieren.

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Operative Behandlungsmöglichkeiten

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kann eine operative Entlastung der überlasteten Mittelfußköpfchen erfolgen. Häufig kommen Weil-Osteotomien oder minimalinvasive distale Mittelfußosteotomien zur Anwendung. Dabei wird der betroffene Mittelfußknochen verkürzt oder angehoben, um den Druck unter dem Vorfuß besser zu verteilen. Begleitende Zehenfehlstellungen oder Instabilitäten können gleichzeitig korrigiert werden.

Nachbehandlung

Nach einer Operation wird meist ein Verbandsschuh mit steifer Sohle für etwa 4 bis 6 Wochen getragen. Je nach Eingriff ist eine Teil- oder Vollbelastung möglich. Schwellungen des Vorfußes können länger anhalten, weshalb Hochlagern, Kühlung, Lymphdrainage und konsequente Nachkontrollen wichtig sind.

Risiken und Nebenwirkungen

Zu den möglichen Risiken zählen Infektion, Wundheilungsstörung, verzögerte Knochenheilung, anhaltende Schwellung, erneute oder verlagerte Vorfußschmerzen, Bewegungseinschränkung, Gefühlsstörungen und eine sogenannte „floating toe“-Stellung, bei der eine Zehe den Boden weniger gut berührt.

Fazit

Metatarsalgie ist ein häufiges, aber sehr unterschiedlich verursachtes Beschwerdebild. Eine genaue Analyse der Belastung und Fußform ist entscheidend. Viele Beschwerden lassen sich konservativ deutlich bessern; bei hartnäckiger Überlastung kann eine gezielte operative Druckumverteilung sinnvoll sein.