Beschreibung der Pathologie
Die TMT-IV- und TMT-V-Gelenke gehören zur äußeren Fußsäule und sind beweglicher als die inneren Mittelfußgelenke. Eine Arthrose in diesem Bereich verursacht Schmerzen am äußeren Mittelfuß, besonders beim Gehen auf unebenem Boden, bei Drehbewegungen oder längerer Belastung. Häufig bestehen Druckbeschwerden im Schuh oder eine lokale Schwellung.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Im Vordergrund stehen Einlagen, stabile Schuhe, Sohlenversteifung, Abrollhilfen, lokale Polsterung, Physiotherapie und entzündungshemmende Maßnahmen. Infiltrationen können helfen, die genaue Schmerzquelle zu bestätigen und Beschwerden vorübergehend zu lindern.
Operative Behandlungsmöglichkeiten
Da die äußere Fußsäule Beweglichkeit für die Anpassung an unebenen Untergrund benötigt, wird eine Versteifung hier zurückhaltender beurteilt als an den inneren TMT-Gelenken. Je nach Befund kommen eine begrenzte Arthrodese, Entfernung störender Knochenanbauten, Stabilisierung bei Instabilität oder in ausgewählten Fällen gelenkerhaltende Verfahren infrage.
Nachbehandlung
Die Nachbehandlung richtet sich nach dem Eingriff. Nach einer Versteifung ist meist eine längere Entlastung oder Teilbelastung erforderlich. Nach gelenkerhaltenden Maßnahmen kann die Mobilisierung oft früher beginnen. Schwellungen im äußeren Mittelfuß können mehrere Wochen bestehen.
Risiken und Nebenwirkungen
Möglich sind Wundheilungsstörung, Infektion, anhaltende Schwellung, Nervenreizungen am äußeren Fußrand, Restschmerzen, eingeschränkte Anpassungsfähigkeit des Fußes und bei Versteifungen eine verzögerte Knochenheilung.
Fazit
Arthrosen der TMT-IV-V-Gelenke erfordern eine besonders genaue Abwägung, weil diese Gelenke für die Beweglichkeit der äußeren Fußsäule wichtig sind. Konservative Maßnahmen stehen daher lange im Vordergrund; operative Eingriffe werden individuell geplant.