OSG Arthrosen

U

Beschreibung der Pathologie

Das obere Sprunggelenk, kurz OSG, verbindet Unterschenkel und Fuß und ist für das Abrollen beim Gehen zentral. Eine OSG-Arthrose entsteht häufig nach Verletzungen, Achsfehlstellungen, Instabilität oder Knorpelschäden. Beschwerden sind Belastungsschmerz, Anlaufschmerz, Schwellung, Bewegungseinschränkung und zunehmende Einschränkung der Gehstrecke.

Z

Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Behandelt wird zunächst mit stabilen Schuhen, Abrollsohlen, Einlagen, Orthesen, Physiotherapie, Gewichtsoptimierung, entzündungshemmenden Medikamenten und Infiltrationen. Ziel ist Schmerzreduktion, Erhalt der Beweglichkeit und Vermeidung weiterer Fehlbelastung.

Z

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Stadium kommen gelenkerhaltende Eingriffe wie Achskorrekturen, Entfernung störender Knochenanbauten oder Knorpelbehandlungen infrage. Bei fortgeschrittener Arthrose stehen die Versteifung des oberen Sprunggelenks oder eine Sprunggelenksprothese zur Verfügung. Die Wahl hängt von Alter, Aktivitätsniveau, Knochenqualität, Achse und Begleiterkrankungen ab.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung ist stark vom Eingriff abhängig. Nach gelenkerhaltenden Operationen kann die Mobilisierung früher beginnen. Nach Versteifung oder Prothese sind meist mehrere Wochen Schutz, Teilbelastung und engmaschige Kontrollen erforderlich. Physiotherapie dient dem Gangbild, der Beweglichkeit und dem Muskelaufbau.

Risiken und Nebenwirkungen

Möglich sind Infektion, Wundheilungsstörung, Thrombose, anhaltende Schwellung, Restschmerzen, Implantatprobleme, Lockerung einer Prothese, ausbleibende Knochenheilung bei Versteifung, Nervenreizungen und eine Überlastung angrenzender Gelenke.

Fazit

Die OSG-Arthrose kann die Mobilität stark einschränken. Eine stadiengerechte Behandlung ist entscheidend: Anfangs stehen konservative und gelenkerhaltende Maßnahmen im Vordergrund, bei fortgeschrittener Arthrose können Versteifung oder Prothese die Lebensqualität deutlich verbessern.