Beschreibung der Pathologie
Beim Hohlfuß ist das Fußgewölbe übermäßig hoch. Häufig ist der Rückfuß nach außen gekippt und der Vorfuß stärker belastet. Dadurch entstehen Druckstellen, Vorfußschmerzen, Instabilität im Sprunggelenk, Überlastung der Sehnen und Beschwerden an der Ferse. In manchen Fällen liegt eine neurologische Ursache zugrunde, weshalb eine genaue Abklärung wichtig ist.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Zum Einsatz kommen individuell angepasste Einlagen mit Druckentlastung, stabile oder knöchelhohe Schuhe, Polsterungen, Physiotherapie, Dehnung verkürzter Strukturen und Stabilisationstraining. Bei Instabilität können Bandagen oder Orthesen hilfreich sein.
Operative Behandlungsmöglichkeiten
Die Operation richtet sich nach Ursache und Flexibilität der Fehlstellung. Möglich sind Sehnenverlagerungen, Lösung verkürzter Weichteile, Korrekturosteotomien am Fersenbein oder Mittelfuß sowie bei starren Fehlstellungen Versteifungen. Ziel ist ein besser belastbarer, stabilerer Fuß mit gleichmäßiger Druckverteilung.
Nachbehandlung
Nach knöchernen Korrekturen ist meist eine mehrwöchige Entlastung oder Teilbelastung notwendig. Danach folgen Belastungsaufbau, Physiotherapie und Anpassung von Einlagen oder Schuhen. Bei neurologischen Ursachen ist eine langfristige Betreuung wichtig.
Risiken und Nebenwirkungen
Möglich sind Infektion, Wundheilungsstörung, Nervenreizungen, Über- oder Unterkorrektur, Restschmerzen, erneute Fehlstellung, verzögerte Knochenheilung und anhaltende Instabilität bei komplexer Ursache.
Fazit
Der Hohlfuß ist eine komplexe Fußform mit sehr unterschiedlichen Ursachen. Eine genaue Analyse der Statik, Beweglichkeit und möglichen neurologischen Auslöser ist entscheidend. Ziel jeder Behandlung ist eine bessere Druckverteilung und mehr Stabilität im Alltag.