Tennis- / Golferellenbogen

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Beschreibung der Pathologie

Beim Tennisellenbogen und Golferellenbogen handelt es sich um schmerzhafte Reizzustände der Sehnenansätze am Ellenbogen. Beim Tennisellenbogen ist meist die Außenseite des Ellenbogens betroffen, beim Golferellenbogen die Innenseite. Ursache ist häufig eine wiederholte Überlastung der Unterarmmuskulatur, etwa durch Sport, handwerkliche Tätigkeiten, Computerarbeit oder ungewohnte Belastungen. Typisch sind Druckschmerz am Knochenvorsprung, Schmerzen beim Greifen, Heben oder Drehen sowie eine verminderte Kraft im Unterarm.

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Konservative Behandlungsmöglichkeiten

In den meisten Fällen steht die konservative Behandlung im Vordergrund. Dazu gehören Belastungsanpassung, vorübergehende Schonung, Physiotherapie, Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Querfriktionen, manuelle Therapie, physikalische Maßnahmen, Epicondylitisbandagen oder Orthesen sowie entzündungshemmende Schmerzmittel. Stoßwellentherapie oder Eigenblut-/PRP-Behandlungen können bei chronischen Verläufen ergänzend eingesetzt werden. Kortisoninfiltrationen können kurzfristig Schmerzen lindern, werden aber wegen möglicher Auswirkungen auf die Sehnenqualität zurückhaltend eingesetzt.

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Operative Behandlungsmöglichkeiten

Eine Operation wird meist erst erwogen, wenn über mehrere Monate konsequente konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen und die Beschwerden den Alltag oder Beruf deutlich einschränken. Je nach Befund können krankhaft veränderte Sehnenanteile entfernt, der Sehnenansatz entlastet, vernarbtes Gewebe gelöst oder schmerzleitende Nervenfasern im Ansatzbereich behandelt werden. Dies kann offen oder in ausgewählten Fällen arthroskopisch erfolgen.

Nachbehandlung

Nach einer konservativen Behandlung ist ein langsamer Belastungsaufbau wichtig, damit die Sehnenansätze nicht erneut gereizt werden. Nach einer Operation wird der Ellenbogen je nach Verfahren kurzzeitig geschont oder in einer Schiene geschützt. Frühfunktionelle Bewegungsübungen, Physiotherapie und später gezielter Muskelaufbau sind entscheidend. Schwere körperliche Arbeit und sportliche Belastungen sollten erst nach ausreichender Heilung schrittweise wieder aufgenommen werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Möglich sind anhaltende Schmerzen, erneute Reizung, Kraftminderung, Bewegungseinschränkung, Narbenbeschwerden, Bluterguss, Infektion, Wundheilungsstörung, Nervenreizungen und eine längere Heilungsdauer. Bei Infiltrationen können lokale Reizungen auftreten; Kortison kann bei wiederholter Anwendung die Sehnenqualität beeinträchtigen.

Fazit

Tennis- und Golferellenbogen sind häufige Überlastungserkrankungen, die zwar hartnäckig sein können, aber meist ohne Operation behandelt werden. Entscheidend sind Geduld, eine gute Analyse der auslösenden Belastung und ein konsequenter Wiederaufbau der Unterarmmuskulatur. Eine Operation bleibt chronischen, therapieresistenten Fällen vorbehalten.