Beschreibung der Pathologie
Eine Handgelenksinstabilität entsteht, wenn wichtige Bänder der Handwurzel überdehnt, eingerissen oder dauerhaft geschädigt sind. Besonders häufig betroffen sind die Verbindungen zwischen Kahnbein und Mondbein oder zwischen Mondbein und Dreiecksbein. Die Handwurzelknochen bewegen sich dann nicht mehr harmonisch zueinander. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen, Kraftverlust, ein Schnappen oder Knacken im Handgelenk und Unsicherheit bei Stütz- oder Drehbewegungen.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Bei frischen oder leichten Instabilitäten können Ruhigstellung, Handgelenksorthesen, entzündungshemmende Maßnahmen, gezielte Handtherapie, Kräftigung der Unterarmmuskulatur und Belastungsanpassung helfen. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und die muskuläre Führung des Handgelenks zu verbessern.
Operative Behandlungsmöglichkeiten
Bei ausgeprägter, schmerzhafter oder fortschreitender Instabilität kann eine operative Stabilisierung notwendig sein. Je nach Bandverletzung und Stadium kommen arthroskopische Beurteilung, Bandnaht, Bandrekonstruktion, temporäre Drahtfixierung, Kapselraffung oder in fortgeschrittenen Fällen Teilversteifungen des Handgelenks infrage.
Nachbehandlung
Nach Bandrekonstruktionen oder Stabilisierungen ist meist eine mehrwöchige Ruhigstellung in Schiene oder Gips erforderlich. Danach erfolgt ein schrittweiser Bewegungsaufbau mit Handtherapie. Belastung, Stützen und Krafttraining werden erst nach gesicherter Heilung langsam gesteigert.
Risiken und Nebenwirkungen
Möglich sind Infektion, Wundheilungsstörung, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Steifigkeit, Nervenreizungen, Restinstabilität, erneute Bandverletzung, anhaltende Schmerzen und eine spätere Arthroseentwicklung.
Fazit
Handgelenksinstabilitäten sollten frühzeitig abgeklärt werden, da unbehandelte Bandverletzungen langfristig zu Fehlbelastung und Arthrose führen können. Die Therapie richtet sich nach Art, Dauer und Ausmaß der Instabilität.