Beschreibung der Pathologie
Die Tendinitis de Quervain ist eine schmerzhafte Einengung und Reizung der Sehnen im ersten Strecksehnenfach an der Daumenseite des Handgelenks. Betroffen sind Sehnen, die den Daumen abspreizen und strecken. Typisch sind stechende Schmerzen über dem speichenseitigen Handgelenk, Beschwerden beim Greifen, Heben, Drehen und bei Daumenbewegungen sowie manchmal eine lokale Schwellung.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Häufig helfen Schonung auslösender Bewegungen, Daumen-Handgelenks-Schiene, entzündungshemmende Medikamente, Kühlung, Handtherapie, ergonomische Anpassungen und in ausgewählten Fällen eine gezielte Infiltration in die Sehnenscheide.
Operative Behandlungsmöglichkeiten
Wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung bestehen bleiben, kann eine operative Spaltung des ersten Strecksehnenfaches durchgeführt werden. Dabei wird die verengte Sehnenscheide eröffnet, damit die Sehnen wieder frei gleiten können. Eventuelle Unterfächer werden mitbeurteilt und gegebenenfalls ebenfalls entlastet.
Nachbehandlung
Nach der Operation wird die Hand meist früh bewegt, schwere Belastungen werden zunächst vermieden. Eine kurze Schonung, Wundkontrollen und gegebenenfalls Handtherapie unterstützen die Heilung. Die Rückkehr zu Alltagstätigkeiten erfolgt meist schrittweise nach Beschwerdeverlauf.
Risiken und Nebenwirkungen
Möglich sind Infektion, Bluterguss, Narbenbeschwerden, Wundheilungsstörung, Nervenreizungen mit Gefühlsstörungen am Daumenrücken, anhaltende Schmerzen, erneute Einengung oder ein störendes Sehnenschnappen.
Fazit
Die Tendinitis de Quervain ist eine häufige Ursache daumenseitiger Handgelenksschmerzen. Viele Fälle bessern sich mit Schiene, Entlastung und gezielter Therapie. Bei hartnäckiger Einengung ist die operative Entlastung meist ein kleiner, aber wirkungsvoller Eingriff.