Hüftgelenksarthrose / Coxarthrose

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Beschreibung der Pathologie

Die Hüftgelenksarthrose, auch Coxarthrose genannt, beschreibt den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne. Der Knorpel verliert seine glatte Gleitfunktion, wodurch Schmerzen, Reibung, Entzündungsreaktionen und Bewegungseinschränkungen entstehen können. Typisch sind Leistenschmerzen, Anlaufschmerz nach Ruhephasen, Beschwerden beim Treppensteigen, beim Anziehen von Schuhen oder Socken sowie eine zunehmende Einschränkung der Gehstrecke.

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Konservative Behandlungsmöglichkeiten

In frühen und mittleren Stadien stehen Gewichtsoptimierung, gelenkschonende Bewegung, Physiotherapie, Kräftigung der Hüft- und Gesäßmuskulatur, Mobilisationsübungen, Schmerz- und Entzündungsmedikamente, physikalische Maßnahmen sowie gegebenenfalls Infiltrationen im Vordergrund. Auch Anpassungen im Alltag, gelenkschonender Sport wie Radfahren oder Schwimmen und zeitweise Entlastung mit Gehstützen können die Beschwerden reduzieren.

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Operative Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Alltagsbelastung trotz konservativer Maßnahmen deutlich zunehmen, kann ein künstliches Hüftgelenk notwendig werden. Dabei werden die geschädigten Gelenkflächen durch eine Hüfttotalendoprothese ersetzt. In ausgewählten frühen Stadien kommen gelenkerhaltende Eingriffe infrage, etwa bei bestimmten Fehlstellungen oder Impingement-Ursachen, bevor eine fortgeschrittene Arthrose besteht.

Nachbehandlung

Nach einer Hüftprothese beginnt die Mobilisation meist früh, häufig bereits am ersten oder zweiten Tag nach der Operation. Physiotherapie, Gangschulung, Muskelaufbau und Thromboseprophylaxe sind zentrale Bestandteile. Die Belastbarkeit richtet sich nach Operationsverfahren, Knochenqualität und ärztlicher Vorgabe. Alltagstätigkeiten werden schrittweise gesteigert.

Risiken und Nebenwirkungen

Möglich sind Infektion, Bluterguss, Wundheilungsstörung, Thrombose, Embolie, Beinlängendifferenz, Luxation der Prothese, Lockerung, Abrieb, Nerven- oder Gefäßverletzungen, Restschmerzen und Einschränkungen bei sehr belastenden Aktivitäten.

Fazit

Die Hüftgelenksarthrose ist eine häufige Ursache für Leistenschmerzen und eingeschränkte Mobilität. Konservative Maßnahmen können Beschwerden lange lindern. Bei fortgeschrittenem Verschleiß kann eine moderne Hüftprothese Schmerzen deutlich reduzieren und die Lebensqualität verbessern.